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Laurocerasus
Prunus laurocerasus Kirschlorbeer
Beschreibung:
Ein grosser Strauch oder kleiner, bis etwa 8 Meter hoch werdender Baum mit meistens etwas gekrümmtem, walzigem Stamme, aufgerichteten Aesten und dunkelgrauer, etwas rissiger Rinde, welche nur an den jungen Zweigen glatt und grünbräunlich ist.
Die immergrünen, lederartigen Blätter, bis 15 Centimeter lang, wechselständig und kurz gestielt, sind länglich elliptisch, kurz zugespitzt, am Grunde abgestumpft, am etwas umgebogenen Rande entfernt bogig-flachsägezähnig, jeder Zahn mit einer drüsigen Spitze, oberseitig tiefdunkelgrün, glänzend, auf der unteren Seite blass mattgrün, glanzlos, mit hervortretenden Nerven und am unteren Theile mit einigen eingesenkten Drüsen.

Die Blüthen bilden aufrecht abstehende, gestielte, achselständige, nackte, vielblumige, 10 bis 16 Centimeter lange Trauben. Der an einem sehr kurzen Stiel befestigte Kelch ist unterständig, glockig, unbehaart, mit fünf ganzrandigen, stumpfen Zähnen; die Blumenkrone von weisser Farbe ist rosenartig, ihre fünf Blumenblätter sind verkehrt-eiförmig, ganzrandig, etwas gebogen, kurzgenagelt; die zahlreichen, freien, kelchständigen Staubgefässe haben ungleich lange, dünne kahle Fäden und gelbe Kölbchen; der eine fadenförmige, kahle Griffel trägt eine kopfförmige Narbe. Die Steinfrucht von herzförmig-rundlicher Gestalt mit einer flachen Längsfurche ist dunkelrothschwarz und nur wenig fleischig, ihr eiförmig-zugespitzter Stein ist glatt mit wenig hervortretender Naht, der Samen bräunlich.
Verbreitung:
In einigen Theilen Südeuropas, in Kleinasien, Persien und dem Kaukasus wächst der Kirschlorbeer wild, angepflanzt in Gärten findet er sich häufig noch bis in das südliche Deutschland.
Verwendung in der Homöopathie
Erstprüfung:
Jörg, J.C.G. Materialien zu einer künftigen Heilmittellehre durch Versuche der Arzneyen an gesunden Menschen. Bd. I. Leipzig 1825, S. 53-75.
Verwendete Ausgangsstoffe: Destillat von frischen zerschnittenen Kirschlorbeerblättern mit Weingeist und Wasser
[Jörg, J.C.G. Materialien zu einer künftigen Heilmittellehre durch Versuche der Arzneyen
an gesunden Menschen. Bd. I. Leipzig 1825, S. 53.]
Tinktur, hergestellt aus zerstoßenen und ausgepreßten Kirschlorbeerblättern
[Wahle, W. Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus).
Archiv für die homöopathische Heilkunst, 13(1835) 161.]
Wirkungsdauer: - 24 Stunden bis mehrere Wochen [Wahle, W. Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus).
Archiv für die homöopathische Heilkunst, 13(1835) 163.]
Weitere Informationen unter:
www.gypser-verlag.de
Bilder- und Literaturverzeichnis: Gypser, K.-H. (Hrsg.) Materia Medica Revisa Homoeopathiae Laurocerasus /
verfasst von Gertraud Roos. Glees, 2009, S. 5
Hamilton, E. The Flora Homoeopathica; or Illustrations and Description of the Medicinal Plants
used as Homoeopathic remedies. London 1852,
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes.
Band I. Dresden 1893, S. 348-349.
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes.
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